Marmorkuchen und Kindheitserinnerungen

Kennt ihr das auch? Manche Speisen versetzen einen sofort wieder in die Kindheit zurück. Man nimmt den Geruch wahr, den Geschmack, die ganze Situation. Man fühlt sich wieder wie damals, geborgen und beschützt.

Mir geht es zum Beispiel so, wenn es selbst gebackenen Marmorkuchen gibt, bei uns auch Puffer genannt. Da kommen bei mir die Kindheitserinnerungen wieder hoch. Wenn meine Mutter oder auch meine Oma den Teig zubereitet haben und meine Schwester und ich die Rührstäbe vom Mixer abschlecken durften und dann am besten noch mit einem Löffel die Schüssel auskratzen, bis der letzte Rest Teig vernascht war.

Dann noch die leckere Schokoglasur, die über den Marmorkuchen kam, wenn dieser abgekühlt war. Und man mit dem Finger den Rand des Kuchentellers abgewischt hat, um die Glasur aufzunehmen, die vom Kuchen runter gelaufen war….Kindheitserinnerungen pur!

Und ich erinnere mich momentan so gern zurück. Es gibt so viele Momente, oft natürlich selbstverständliche, die man viel zu schnell vergisst, die aber so einen wichtigen Teil in der Kindheit und beim Erwachsen werden ausgemacht haben. Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit! Aber wenn man erstmal anfängt sich zu erinnern, schießen einem wieder so viele Dinge in den Kopf, Momente und Situationen, die man sich ein Stück weit zurück wünscht.

… wenn Oma Kakao selber gekocht hat und uns in unseren Tassen mit dazugehörigem Herzchen-Unterteller, Zuckertöpfchen und Milchkännchen angerichtet hat oder wenn es zu den Geburtstagen immer diese leckere selbstgemachte Buttercremetorte gab, verziert mit Marzipanbrot oder Schokoladenstreuseln …

… und mir würden noch so viel mehr Speisen und Situationen einfallen, die mich sofort in meine Kindheit zurück versetzen.

Das schöne ist aber, dass meine Mutter mir einen Teil davon mitgegeben hat, zum Beispiel in Form von Rezepten, wie für diesen leckeren Marmorkuchen oder auch für die Buttercremetorte, die für mich einfach zu Familienfeiern dazu gehört. So habe auch ich die Möglichkeit, diese Erinnerungen irgendwann mal an meine Kinder weiterzugeben. Und vielleicht geht es meinen Kindern dann später auch so wie mir, dass sie sich gerne an diese Dinge erinnern und sie weitergeben möchten.

Auf jeden Fall möchte ich mit euch heute meine Kindheitserinnerungen teilen und deswegen will ich euch das Rezept für den Marmorkuchen nicht länger vorenthalten.

Ihr braucht:

* 250g Margarine
* 250g Zucker
* 1 Prise Salz
* 1 Päckchen Vanillezucker
* etwas Zitronenschale
* 6 Eier
* 250g Mehl
* 1 Päckchen Backpulver
* 3 Eßlöffel Kakao

Zubereitung:

Ihr vermischt alle Zutaten, bis auf den Kakao, zu einem glatten Teig. Dann halbiert ihr den Teig. Unter die eine Hälfte mischt ihr die 3 Eßlöffel Kakao. Ich habe eine Gugelhupf-Backform verwendet, ihr könnt aber auch eine Kastenform nehmen. Die Backform ordentlich einfetten und mit etwas Mehl bestäuben, umso leichter lässt sich der Kuchen nachher aus der Form lösen. Den Teig könnt ihr entweder abwechselnd in die Form füllen oder erst den einen und dann den anderen.

Der Kuchen kommt für 60 bis 70 Minuten bei 190° C / Umluft in den Backofen. Anschließend muss er auf einem Kuchenblech gut auskühlen, bevor ihr den Marmorkuchen vorsichtig aus der Backform stürzt.

Wenn ihr auch eine Glasur möchtet, vermengt ihr Puderzucker mit Kakao und Wasser. Da ich das immer nach Gefühl anrühre, habe ich leider keine Mengenangaben für euch. Wichtig ist, dass die Mischung nicht zu flüssig wird, weil sie sonst eher in den Kuchen einzieht und auch nicht so gut fest wird. Ist mir alles schon passiert 🙂 aber dieses Mal ist meine Glasur perfekt geworden.

Was sind eure schönsten Kindheitserinnerungen oder bei welchen Speisen und Situationen fühlt ihr euch wieder in eure Kindheit zurück versetzt? Habt ihr auch Rezepte von den Müttern und Großmüttern übernommen, die ihr gerne auch an eure Kinder weitergeben möchtet?

Ich würde mich freuen, wenn ihr diese auch mit mir teilen mögt und hoffe das ihr euch gern zurück erinnert, so wie ich!

Ich schicke euch liebste Grüße

*Eure Tina*  ♥♥♥

 

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6 Kommentare

  1. Silke sagt:

    Hi Tina,

    ich möchte mich meinen “Vorrednern” anschließend. Mir geht es genauso, zumal wir nun ja auch zu Dritt sind ????

    Ich habe vor allem von meiner Mutter viele Backrezepte, grad zur Plätzchenzeit. Bei uns kam zu den Geburtstagen auch NIE gekaufter Kuchen auf den Tisch!!

    Was ich mit meiner Kindheit verbinde ist der Frankfurter Kranz. Ordentlich Buttercreme und karamellisierte Mandelblättchen obendrauf!

    Im Sommer machte meine Oma immer an heißen Tagen für sich und unseren Opa Eiskaffee. Für uns Kinder gab es den immer mit Kakao ????

    Und heute versuche ich mich san deinem Mamorkuchen. Der siehso schön schokoladig aus!!

    Ganz liebe Grüße an Dich

    • Tina sagt:

      Danke dir liebe Silke! Ich hoffe der Mamorkuchen ist lecker geworden ????
      Eisschokolade haben wir auch öfter mal bekommen. Toll wenn man solche Erinnerungen hat!
      Drück dich
      Tina

  2. duni.cheri sagt:

    Ach wie schön ❤ Ein ganz toller und emotionaler Blogpost meine Liebe! Gleich am Anfang musste ich ganz heftig mit dem Kopf nicken und schmunzeln! Ich hab so viele Gerichte, die mich an meine Kindheit und meine Mami erinnern! Da wird einem jedes Mal ganz warm um’s Herz wenn man das wieder probieren darf ❤ Danke für die leckeren Eindrücke und Erinnerungen, meine Liebe!
    Hab noch eine schöne Woche :*

    deine Duni ❤

  3. Heilke sagt:

    Liebe Tina, ein sehr lieber & emotionaler Text! Bei mir ist das der “Kalte Hund”, der Kindheitserinnerungen aufkommen lässt…:-)

    LG aus Berlin
    Heilke

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